| Keiner kann seine Geburt planen. |
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Ich heiße
Raimund, bin 46 Jahre und bin Alkohol, Drogen , und Tablettenabhängig. Der Gesellschaft,
konnte ich dies Nüchtern oder Voll, sehr gut verkaufen. Es ist kein Scherz,
ich verstand es einfach nicht, gut, ab und zu trinke ich mal eine Flasche
zuviel, aber deswegen bin ich doch nicht abhängig. Ich musste schon
morgens zur Flasche greifen, um die innere Unruhe in den Griff zu bekommen. Ich wurde, was mich
zutiefst berühre und auch verletzte, nun nicht mehr als einer der
zuviel trinkt angesehen. Nein, ich bekam nun öfters das Wort, wenn
du so weiter machst, wirst du ein Penner, zu hören. Dies konnte
ich überhaupt nicht abhaben, und ich hatte selbst Angst davor ein
Säufer zu werden. Ich hörte das
Trinken auf, und rauchte nur noch Haschisch. Ich wollte aufhören,
aber was kann ich als Ersatz dafür nehmen? Tabletten, mit denen
hatte ich schon gute Erfahrungen gemacht, also nahm ich Tabletten, egal
was es für Tabletten waren, hauptsachte ich kann, " ja was
kann ich" denn Entzug nicht spüren, fliehen vor der Wahrheit?
Angst vor dem Leben. Weiß der Teufel was es war, ich wollte einfach
keinen klaren Kopf haben. Und das Verrückte an der Sache, ich wollte
vom Suchtmittel los kommen. 1982 wurde ich von
der Therapie entlassen, ich zog in eine andere Stadt, ging 12 Jahre
einer geregelten Arbeit, als Maler und Lackierer nach. Machte nach ewigen
Drängen meines Therapeuten, zu dem ich den Kontakt nach der Therapie
nicht abbrechen lies, 1993 meine Meisterprüfung. Ich führte
sieben Jahre ein Malerbetrieb mit Hoch und Tiefs, letztes Jahr meldete
ich Konkurs an. Würde ich nicht im heute leben, wer weiß, wie oft ich wieder zugelang hätte. Es waren seit der Therapie 1982 einige Tage dabei, da hätte ich das "Heute nicht" kaum überstanden, trocken zu bleiben, wenn für mich das jetzt nicht gewesen wäre. Jetzt nichts trinken half mir erst mal mit dem gröbsten klar zu kommen, das erst Glas stehen zu lassen. Ich achte heute
noch aus Überzeugung auf kleinst mengen Alkohol in Lebensmittel,
wie Essig, Senf usw. Ich hörte von sehr vielen Lebensgeschichten,
die einen Rückfall hatten, wegen Kleinstmengen Alkohol in Lebensmitteln.
Ich habe keine Angst vor einem Rückfall, ich habe Respekt vor Suchtmitteln,
denn ich weiß, wie sie auf mich wirken. Die Suchtmittel gehen
mir nicht aus dem Wege, daher habe ich gelernt sie zu meiden. sie werden
ob ich es will oder nicht vorhanden sein, es liegt einzig und alleine
an mir, wie weit ich Sie an mich ran lasse. In meiner nassen Suchtzeit,
gab es Gründe über Gründe um mein Saufen zu rechtfertigen,
jedes noch so kleines Problem war Grund genug um zu saufen. Ich glaube,
die Erfahrung gemacht zu haben, das Suchtmittel nicht in der Lage sind,
ein Problem zu lösen. Nach über zwanzig Jahren trocken Leben, musste ich für kurze Zeit kämpfen, kämpfen um trocken zu bleiben, hätte ich nicht gedacht. Solange ich an mir arbeite und trocken bleiben will, kann mir nichts geschehen, von diesem schmalen Brett bin ich herunter gesprungen, ins Leben zurück. Die Arroganz die ich da wieder zu Tage gelegt habe, zeigte mir das ich kein Recht auf den Titel habe, der trockenste aller Zeiten zu sein. Für mich ist ein Tag ohne Suchtmittel genug. Raimund Chitwood |